Das Dorf Dietrichswalde liegt südwestlich von Allenstein (Olsztyn) an der Strasse Nr. 16 nach Osterode (Ostróda). Der Ort ist in die wunderschöne Landschaft des Ermlands hineinkomponiert, umgeben von Nadel- und Mischwäldern und zahlreichen Seen.

Das Dorf mit einer Größe von 70 Hufen wurde 1352 vom Ermländischen Domkapitel in der pruzzischen Gemarkung Gudikus gegründet. Der Gründer hieß Dietrich, daher stammt der Name Dietrichswalde. Im 15. Jh. wurde Dietrichswalde in den Kriegen zwischen Polen und dem Deutschen Orden verwüstet und im Jahre 1455 von den Ordensrittern unter Führung von Georg von Schlieben geplündert. In der Mitte des 16. Jh. war die Siedlung nicht bewirtschaftet, obwohl es eine Schule und einen Dorfkrug gab, der 1645 in den Besitz des Allensteiner Ratsherrn Georg Kunigk gelang. Im Jahre 1783 zählte Dietrichswalde 57 Bauernhöfe. Eine große Verwüstung erlebte das Dorf 1807 durch die französischen Truppen. Das größte Ereignis in diesem kleinen ermländischen Dorf waren die Erscheinungen der Gottesmutter 1877, als Augustin Weichsel Pfarrer der katholischen Gemeinde und Philippus Krementz Bischof von Ermland war. Seit dem wurde Dietrichswalde ein Wallfahrtsdorf und ein Punkt auf dem Weg zu anderen Marienwallfahrtsorten wie Heiligelinde (¦wiêta Lipka) und Springborn (Stoczek). Der Ort ist auf die Versorgung von in- und ausländischen Pilgern gut vorbereitet. In Dietrichswalde befindet sich das Johannes-Paul-II.-Pilgerhaus, welches Übernachtung und Vollpension anbietet. Ihm gegenüber findet man eine reich ausgestattete Buchhandlung und ein Devotionaliengeschäft, sowie eine Imbissstube.

Von Dietrichswalde aus kann man zu vielen attraktiven Orten im Ermland, in Masuren und im Weichselgebiet fahren und dabei die verschiedensten Denkmäler des reichen Kulturerbes dieses Landes besuchen.

Empfehlenswert sind:

  • Die Konkathedrale und das Schloß in Allenstein, mit dem der große Astronom Nicolaus Copernicus eng verbunden ist (16 km)
  • Das Schloß in Heilsberg Lidzbark Warm.) und die Kollegiatskirche in Guttstadt (Dobre Miasto) – Aufenthalts- und Wirkungsort des Bischofs und Schriftstellers der Aufklärung Ignacy Krasicki (60km) sowie der Kalvarienberg in Glottau (Glotowo) bei Guttstadt (40km)
  • Die barocke Wallfahrtsbasilika in Heiligelinde (70km)
  • Die Wallfahrtsbasilika „Regina Pacis“ in Springborn, Inhaftierungsort des polnischen Primas Stefan Kardinal Wyszyñski von 1953-1956 (70 km)
  • Die Kathedrale in Frauenburg (Frombork) und das Frische Haff (100km)

                  

  Johannes von Leyssen  durch Dekret
  des Ermländischen Domkapitels vom 
  31.10.1353 Gründer von Allenstein. 

  Stanislaus Hosius (1504-1579),
  Bischof  von  Ermland,  Gründer 
  des      Priesterseminars         in
  Braunsber (Braniewo) 1565.

   Nicolaus Copernicus    (1473-1543),  
   ermländischer Domherr, Admistrator
   im Allensteiner Schloß, Astronom.

Für Geschichtsinteressierte empfehlen wir folgende Besichtigungen:

  • Schloß des Deutschen Ordens in Marienburg (Malbork) (140 km)
  • Schlachtfeld von Tannenberg (Grunwald) (35 km)
  • Ehem. Führerhauptquartier Wolfschanze bei Rastenburg (Kêtrzyn) (83 km)
  • Schloß in Osterode, Aufenthaltsort von Napoleon Bonaparte (20 km)
  • Freilichtmuseum in Hohenstein (Olsztynek) (15 km)
  • Ermländischer Dorfkrug in Dietrichswalde


              
    Domherr     Johannes     Hanowski
   (1873-1968),  Pfarrer  von St. Jakobi
   in    Allenstein,    rettete    1945    die
   Allensteiner       Kirchen     vor     der 
   Zerstörung.
   Bischof        Tomasz         Wilczyñski
   (1903-1965),      Administrator      der
   Diözese Ermland 1956-1965.

 Die Schönheit dieser Region wird von interessanten architektonischen Objekten, gotischen Kirchen, Wehrburgen, Wegkapellen, Schlössern und Parkanlagen betont. Dieses Gebiet lockt mit einer malerischen Landschaft und einer einmaligen Natur, die teilweise zur „grünen Lunge Polens“ gehört. Hier kann man seltene Pflanzen finden und das Verhalten von Hirschen, Wildschweinen, Bibern, Kranichen, Störchen, Schwänen sowie auch den unter Naturschutz stehenden Seeadlern beobachten. Die natürliche, unzerstörte Umwelt ist bestens geeignet für Heilungen durch die Natur.


            
    Bischof Józef   Drzazga   (1914-1978),
   1965-1972 Administrator und 1972-
   1978 Bischof der Diözese Ermland.

   Bischof Jan  Obl±k (1913-1988), Bischof
   von   Ermland  1982-1988,   Verehrer
   der Gottesmutter von Dietrichswalde,
   schrieb     eine     Monographie    der
   Erscheinungen von 1877.

 

     

   Bischof Józef Glemp (1929- ) Bischof
   von Ermland 1979-1981.

   Erzbischof Edmund Piszcz    (1929- ),    seit
   1988 Bischof von Ermland, ab 1992
   Erzbischof.


        Auf zahlreichen agrotouristischen Bauernhöfen der Region kann man auf unkonventionelle Weise seine Zeit verbringen, Gesundheit und Kondition verbessern und in der dörflichen Stille sich erholen und die Familienbande stärken.

Der Aufenthalt in dieser Region bietet auch Gelegenheit, die ermländische Folklore kennenzulernen und kulturelle Veranstaltungen zu besuchen, wie zum Beispiel:

  •  „Singen wir Poesie“ / „¦piewajmy poezjê”
  • Country-Festival in Sensburg (Mr±gowo)
  • Festival der Satire und des Humors in Heilsberg
  • Festival mit Musik aus den ehem. polnischen Ostgebieten in Sensburg
  • Orgelkonzerte in der St. Jakobi-Kirche in Allenstein und in der Barockkirche in Heiligelinde
  • Shanty in Lötzen (Gi¿ycko) und Nikolaiken (Miko³ajki)

Maria Zientara-Malewska (1894-1984), poln. ermländische Volksdichterin, schrieb ein Lied über Dietrichswalde

Der Stolz der Region ist der „Oberländische Kanal“ von Osterode nach Elbing (Elbl±g), der einzig funktionierende Kanal auf der Welt, bei dem der Höhenunterschied des Wasserstandes durch fünf geneigte Ebenen überwunden wird, über welche die Schiffe auf Schienen gezogen werden.




Von Dietrichswalde ist es nicht weit bis zur Grenze des Königsberger (Kaliningrader) Gebietes und nach Wilna (Vilnius).Das Pilgerhaus ist ein idealer Ausgangspunkt für alle oben beschriebenen Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen.
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